Erfahren Sie mehr über Umweltschutz, umweltfreundliches Verhalten und bewährte Verfahren, die einfach im Hafen, unterwegs und am Ankerplatz mit Ihrem Segel- oder Motorboot von Jeanneau umzusetzen sind - zum Wohle unserer Umwelt

Umweltschutz stellt eine der großen Herausforderungen für die Gesellschaft von heute dar. Wir bieten Ihnen 13 einfach zu merkende und umzusetzende Ratschläge, mit denen Sie Ihre Umweltfolgen mit Ihrem Boot begrenzen können.

Verschmutzungen vorbeugen:

Zu Wasser und an Land können Abfälle und Schadstoffe dem Leben oder der Entwicklung von zahlreichen Arten und nicht zuletzt dem Menschen schaden. Wenn Sie an Bord von einem Segel- oder Motorboot sind, egal ob im Hafen, unterwegs oder am Ankerplatz, sollten Sie sich so verhalten, dass die Umweltfolgen begrenzt sind.

1 - Ich tanke am frühen Morgen voll mit mäßiger Geschwindigkeit.

Morgens ist der Kraftstoff kalt und daher nicht so dicht. Tanken Sie mit mäßiger Geschwindigkeit, um Dämpfe und Dampfbildung zu verringern.

2 – Ich installiere eine Rückstausicherung.

Häufig wird beim Tanken Kraftstoff freigesetzt. Um diese unnötige unbeabsichtigte Umweltverschmutzung zu vermeiden, gibt es einfach zu installierende Rückstausicherungen.

3 – Ich warte einige Stunden nach dem Passieren des Tankwagens, bevor ich tanke.

Das Befüllen der Pumpe durch Tankwagen wirbelt für das Meer schädliche Ablagerungen auf. Warten Sie daher einige Stunden mit dem Tanken, um zu vermeiden, dass diese Ablagerungen in die Tanks gelangen.

4 - Am Liegeplatz verwende ich die Sanitäreinrichtungen des Hafens und biologisch abbaubare Reinigungsmittel.

Verwenden Sie am Liegeplatz die Sanitäreinrichtungen des Hafens (WC, Dusche, Geschirrspülen) und biologisch abbaubare Reinigungsmittel. Immer mehr Häfen verfügen über Anlagen zum Entleeren der Schwarzwassertanks von Booten.

5 - Auf dem Wasser entsorge ich kein Schwarzwasser in empfindlichen Bereichen.

Entsorgen Sie kein Schwarzwasser in empfindlichen Bereichen, das heißt in geschützten Meeresgebieten, Bade- und Ankerbereichen und Gewässern mit begrenztem Austausch.

6 – Ich beachte drei Regeln für meine Abfälle: Vermeiden, Wiederverwenden und Recyceln.

Abfälle und insbesondere Kunststoffe tragen zu einem großen Teil zur Verschmutzung der Gewässer bei und stellen für die Wasserfauna eine Gefahr dar.

Beachten Sie drei Regeln: Vermeiden, Wiederverwenden, Recyceln.

  • Vermeiden Sie vor der Abfahrt möglichst Verpackungen und ziehen Sie lose Ware vor. Verwenden Sie bevorzugt recycelbare und wiederverwendbare Behälter (Glas, Konserven, Karton). Verzichten Sie auf Einwegverpackungen.
  • Sorgen Sie an Bord für das sortenreine Trennen der Abfälle und unterweisen Sie Ihre Besatzung in Maßnahmen, die Verluste aufgrund von Wind und Bewegung des Boots vermeiden.
  • Zurück im Hafen entsorgen Sie die sortenrein getrennten Abfälle in den dafür vorgesehenen Behältern und beachten die vor Ort geltenden Regeln für die sortenreine Trennung.

7 – Ich verwende bevorzugt lösliche Produkte statt Sonnenöl.

Sonnenöl bildet einen Film auf der Meeresoberfläche und beeinträchtigt die lebensnotwendige Photosynthese. Um dies zu vermeiden, sollten Sie lieber Sonnenmilch oder andere wasserlösliche Produkte verwenden.

8 – Ich verhalte mich während eines Törns umweltbewusst.

Einige einfache Grundsätze zum Begrenzen der Folgen der Schifffahrt:

  • Lassen Sie den Motor nicht unnötig laufen.
  • Fahren Sie nicht mit Vollgas.
  • Halten Sie sich an die optimale Auslegungsgeschwindigkeit des Boots. Reduzieren Sie die Geschwindigkeit um ein paar Knoten, um Kraftstoff zu sparen und die Emissionen zu verringern.
  • Nutzen Sie Landstrom und schalten Sie keine Stromaggregate ein.
  • Installieren Sie ein System zum Erzeugen von zusätzlicher erneuerbarer Energie, um Ihren Bedarf auf hoher See zu decken (Windkraft, Photovoltaik, Wasserstoff usw.).
  • Schalten Sie Klimaanlagen nur dann ein, wenn es unbedingt nötig ist, und sorgen Sie für eine gute Isolierung des Boots.

9 – Ich verringere meine Geschwindigkeit in Naturschutzgebieten und in der Nähe von Stränden.

Motorlärm und Rumpfgeräusche können Wasserfauna und -flora stören. Verringern Sie Ihre Geschwindigkeit in Naturschutzgebieten, in der Nähe von Stränden und in allen anderen empfindlichen Bereichen, um die Lärmbelastung zu begrenzen.

Respektieren Sie Fauna und Flora.

Setzen Sie bewährte Verfahren unter Beachtung der natürlichen Umgebung um, um empfindlichen Bereichen sowie Brut- und Fortpflanzungsstätten der lokalen Fauna nicht zu schaden. Einige Tipps hierzu:

10 – Ich mache lieber an Bojen fest statt zu ankern.

Egal welchen Anker Sie haben: Ankern Sie lieber über Sand (heller Bereich) mit einer ausreichend langen Kette. Verwenden Sie eine Leine und hieven Sie den Anker stets senkrecht zum Boot. Es gibt auch umweltfreundliche Anker. Machen Sie lieber an Bojen fest statt zu ankern, wenn solche verfügbar sind. Dadurch werden Meeresgrund und -ressourcen geschont.

Praktizieren Sie nachhaltiges Angeln und einen verantwortungsbewussten Verbrauch.

Umweltbewusstes Handeln ist auch für Liebhaber des Angelsports ein Thema. Hier sind einige Ratschläge für ein Meeresangeln ohne Folgen für das Küsten- und Gewässermilieu und einen verantwortungsbewussten Verbrauch der Meeresprodukte.

11 – Ich halte zu Fanggeräten, die mit Bojen und Fahnen gekennzeichnet sind, einen Abstand von 150 m ein.

Beachten Sie Gebiete für die kommerzielle Fischerei und halten Sie zu Fanggeräten, die mit Bojen und Fahnen gekennzeichnet sind, einen Abstand von 150 m ein.

12 – Ich beachte die Regeln für Sport- und Freizeitangler.

Verwenden Sie ausschließlich Material und Ausrüstung, die zugelassen sind. Beachten Sie die Fanggrößen, die Fangzeiten und die ausgewiesenen Angelgebiete. Lassen Sie Jungfische und Fische unterhalb der Mindestgrößen wieder frei.

13 – Ich achte auf einen verantwortungsbewussten Verbrauch:

  • Bevorzugen Sie die nachhaltige Fischerei. Diese ist mit dem internationalen Label „MSC – Marine Stewardship Council“ (nachhaltige Fischereitechnik, kein Überfischen, keine unnötige Entnahmen, keine Zerstörung des Meeresgrundes) gekennzeichnet.
  • Meiden Sie Arten, deren Bestände überfischt sind.
  • Verzichten Sie auf Tiefseearten.

Nähere erfahren Sie auf der Website des Ifremer (Institut français de recherche pour l'exploitation de la mer): www.ifremer.fr

Jeanneau Handelt!

 

  • In der Polyesterproduktion setzen wir ein Spritzverfahren ein, das Lösemittel abscheidet und das Freisetzen von organischen Stoffen in die Luft verhindert.
  • In den Lackierstraßen verwenden wir eine spezielle Technik, die nur sehr geringe Lösemittelmengen erfordert (4 % im Gegensatz zu 60 % früher) und ein Härten mit UV-Lampen umfasst.
  • Jedes neue Boot ist serienmäßig mit einer Ausrüstung ausgestattet, die den Umweltschutz auf hoher See und im Hafen fördert.

 

Unser Engagement

[INFO] Welche Lebensdauer haben Abfälle?

 

Papiertaschentuch

3 Monate

Toilettenpapier

2 Wochen bis 1 Monat

Streichholz

6 Monate

Zeitung

3 bis 12 Monate

Zigarettenkippen

1 bis 5 Jahre

Kaugummi

 

5 Jahre

Bonbonpapier

5 Jahre

Altöl

5 bis 10 Jahre

Holzabfälle

13 bis 15 Jahre

Konservendose

50 Jahre

Dose (Aluminium oder Stahl)

Bis zu 100 Jahre

Plastiktüte

450 Jahre

Plastikflasche

100 bis 1.000 Jahre

Fischernetz

600 Jahre

Glas

Bis zu 5.000 Jahre

 

Näheres auf der Website consoGlobe